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Nadine's Bücherwelt

Jeder ist ein Buch.

Archives for November 2017

[Rezension] A Court of Wings and Ruin (Sarah J. Maas)

10. November 2017 · 2 Comments

Titel: A Court of Wings and Ruin
Autor: Sarah J. Maas
Seiten: 720
Format: Hardcover
Verlag: Bloomsbury
Erscheinungsdatum: 01.05.2017
Preis: 13,99€ (D)
 Coverrechte liegen beim Verlag
Band 3

Feyre has returned to the Spring Court, determined to gather information on Tamlin’s maneuverings and the invading king threatening to bring Prythian to its knees. But to do so she must play a deadly game of deceit-and one slip may spell doom not only for Feyre, but for her world as well. As war bears down upon them all, Feyre must decide who to trust amongst the dazzling and lethal High Lords-and hunt for allies in unexpected places. In this thrilling third book in the #1 New York Times and USA Today bestselling series from Sarah J. Maas, the earth will be painted red as mighty armies grapple for power over the one thing that could destroy them all.
Nachdem ich Band 1 und 2 auf Deutsch gelesen hatte, konnte ich einfach nicht auf die Übersetzung des dritten Bandes warten und musste sofort den dritten Band auf Englisch verschlingen. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich es getan habe, denn auch dieser Band steht den anderen in nichts nach und die Reihe ist somit definitiv mein Highlight im Regal!
Feyre hat sich wirklich unheimlich entwickelt und ist zu einer starken, unabhängigen und einfühlsamen Protagonistin herangewachsen. Sie ist nicht nur einzigartig, sondern auch eine wahre High Fae geworden und hat Eigenarten, Fähigkeiten und eine Persönlichkeit entwickelt, die mir besonders gut gefallen haben. Ich konnte mich wirklich gut mit ihr identifizieren.
Rhysand ist natürlich ein echter Hingucker und mein absoluter Lieblings-Bookboyfriend! Ich kann nicht beschreiben wie toll er ist und wie enorm auch er sich entwickelt hat. Zusammen ergeben die beiden einfach ein unschlagbares Paar und Rhysand selbst ist Schatten und Licht zugleich und lebt einfach von seiner besonderen, intensiven und gefühlvollen Seite. Hach, er ist einfach toll!
Doch auch Nebencharaktere wie Elain, Nesta, Amren, Mor, Azriel und Cassian nehmen nach wie vor eine wichtige Rolle für die Geschichte ein. Obwohl mir gerade Nesta und Amren, ja sogar Elain, zu Beginn überhaupt nicht zugesagt haben muss ich doch sagen, dass all diese Charaktere wie Familie geworden sind. Man hat als Leser wirklich das Gefühl sie zu kennen und eine Bindung zu ihnen zu haben und genau das finde ich so besonders an dieser Geschichte.
Natürlich haben die Charaktere alle ihre Schwächen und Stärken und diese zu entdecken war auch in diesem Band besonders spannend. Sei es eine Fähigkeit die entwickelt werden muss, gebrochene Flügel, die wieder stark gemacht werden oder die Liebe, die so gut wie jeden Charakter einmal erwischen muss und die es aufrecht zu erhalten oder zu zerstören gilt. Es war pures Drama und genau das liebe ich!
Als Schwäche können aber nicht nur Fähigkeiten, sondern auch Charaktere gesehen werden. So ist Eris für mich eine richtige Herausforderung geworden und er wird vor allem für Mor und ihre Gefühlswelt wichtig. Doch auch sein Vater oder Charaktere wie Tamlin und Ianthe spielen wieder eine enorme Rolle für die Geschichte. Den König von Hybern nicht zu vergessen, der gemeinsam mit Jurian wieder eine besonders prägende Rolle einnimmt.
Letztendlich sind alle Charaktere wichtig und so vor allem die High Lords und ihre Beziehungen zu anderen. Für mich war auch gerade das interessant zu verfolgen, denn diesmal gibt es auch einige Meetings mit verschiedensten Personen, die die Spannung weiter und weiter ansteigen lassen. Hindernisse kommen also definitiv genug vor, ebenso Wesen wie der Knochenschnitzer, die Weberin oder der Suriel, die nicht fehlen dürfen. Und tatsächlich gab es mit diesen besonders berührende Momente.

Natürlich hat Sarah J. Maas auch diesmal wieder einiges aus der Geschichte rausgeholt und mich nicht enttäuscht. Es gab erneut wahnsinnig viele Wendungen, die ich nicht erwartet hätte und vor allem auch berührende Momente, die einen nachdenken und mitfühlen lassen. Sowohl Feyre, als auch alle anderen Charaktere haben sich entwickelt und wachsen einem auf gewisse Art und Weise ans Herz. Vor allem der Hof der Nacht hat sich natürlich in mein Herz geschlichen und ich fühle mich beim Lesen immer irgendwie wie Zuhause. Rhysand ist für mich ein absoluter Traumcharakter und überzeugt immer wieder – ebenso wie Feyre – durch seine herzliche, sanfte und gleichzeitig auch gefährliche Art. Man merkt, dass alle Charaktere auf ihre Art und Weise zwei Seiten besitzen und man in so gut wie jedem etwas gutes finden kann. Vor allem den Suriel mochte ich auch in diesem Band wieder sehr gern und habe die Szenen mit ihm genossen. Doch auch der Knochenschnitzer und andere düstere Charaktere bekommen ihre Momente und natürlich darf auch der große Kampf nicht fehlen! Alles in allem ist demnach auch dieser Band ein riesen Erfolg und somit erhält die gesamte Reihe von mir 5 Federn mit Extraauszeichnung!

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[Rezension] Scythe (Neal Shusterman)

6. November 2017 · 1 Comment

Titel: Scythe
Autor: Neal Shusterman
Übersetzer:  Pauline Kurbasik, Kristian Lutze
Seiten: 528
Format: Hardcover
Verlag: Sauerländer
Erscheinungsdatum: 21.09.2017
Preis: 19,99€ (D)

 Coverrechte liegen beim Verlag

Rezensionsexemplar
Ab 14 Jahren 
Band 1

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.

Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten.

Nachdem ich auf vorablesen die Leseprobe zu dem Buch entdeckt und sie gelesen hatte, wollte ich es unbedingt weiterlesen und wissen, was es mit den Scythe, der Gesellschaft und den Charakteren auf sich hat! 
Vor allem Citra hat mich mit ihrem Einstieg sehr neugierig gemacht, da sie direkt zu Beginn vom Tod – bzw. einem Scythe auf ihrer Türschwelle – besucht wird. Für mich war es besonders spannend sie zu verfolgen, weil man ihr direkt anmerkt, wie nervös und ängstlich sie in Gegenwart der Scythe ist und wie es demnach auch allen anderen Menschen in der Geschichte gehen muss. Doch obwohl sie ebenso empfindet hindert sie das nicht daran ihre Meinung zu sagen und dazulernen zu wollen.
Ähnlich erging es mir mit Rowan, doch er war schon zu Beginn nicht immer auf einer Wellenlänge mit mir. So konnte ich nicht nachvollziehen, dass er sich immer wieder selbst umbringen wollte, nur weil er weiß, dass er nicht sterben kann und es demnach nur zu tun um einen Kick zu bekommen. Denn obwohl man in dieser Gesellschaft aufgrund hoher Technologie nicht mehr sterben kann ist es doch etwas Schlimmes und das hat Rowan für mich nicht immer sympathisch gemacht.
Mit der Zeit lernen allerdings beide Charaktere dazu und sind dem Leser dann beide mal mehr mal weniger sympathisch. Je näher man dem Ende von Band 1 kommt, desto mehr entwickeln sich die beiden und man hat das Gefühl, dass sie völlig neue Gedanken und Strategien entwickeln und so zu viel vernünftigeren und weiseren Menschen werden. Mir hat vor allem diese Entwicklung gut gefallen, doch leider fehlte es mir dennoch an Spannung.
Denn obwohl die Grundidee so spannend klingt und ich auch die Umsetzung absolut gelungen fand muss ich sagen, dass es mir enorm an Spannung fehlte. Für mich war die Arbeit der Scythe doch oftmals viel ruhiger und eintöniger als gedacht und letztendlich gab es – bis auf den Wettkampf zwischen Citra und Rowan, sowie einer Wendung mit den Scythe – nicht viele Überraschungen und auch keinen enormen Spannungshöhepunkt. Das hat mir auf Dauer doch etwas gefehlt und da hätte ich mir definitiv mehr Action gewünscht.
Andererseits muss ich aber auch sagen, dass mir Scythe Faraday und Curie eine schöne Abwechslung geboten und die Story viel schöner gemacht haben. Auch die Darstellung des Todes, bzw. die Idee dazu fand ich gelungen und sie hat definitiv nachdenklich gestimmt. Und der starke Kontrast in Form von Scythe Goddard hat natürlich auch einiges an Aufruhr verursacht. Letztendlich sind auch das nur Intrigen innerhalb der eigenen Reihen und es entsteht eine Art Spiel mit dem Tod und den anderen Scythe. 
Man sollte sich als Leser auf eine eher ruhige Geschichte mit einigen Intrigen, Machtspielchen, Fragen nach dem Wert eines Lebens und natürlich auch auf Beziehungen von Rowan und Citra mit verschiedensten Charakteren einstellen. An sich hat mir die Idee einer Gesellschaft, in der man nicht sterben kann und in der stattdessen die Scythe für den Tod sorgen sehr gut gefallen, weil sie definitiv mal etwas anderes war und für Abwechslung sorgen kann. Mein Kritikpunkt ist allerdings, dass es zu wenig Spannung und Action gab, womit ich wirklich gerechnet hätte. Der Schwerpunkt liegt hier eher auf moralischen Fragen und der Art und Weise des Tötens, sowie den zwischenmenschlichen Beziehungen und dementsprechend auch auf der Ausbildung eines Scythe. Man merkt schnell, dass die Scythe ihre ganz eigenen Regeln haben und dass es auch in der geregeltsten Gesellschaft noch Menschen gibt, die sich den Regeln widersetzen und sie neu auslegen können. Und genau das ist auch hier der Schwerpunkt, der mir zwar auch gut gefallen, mich nach der Leseprobe aber doch ein wenig enttäuscht zurückgelassen hat. Dementsprechend gibt es von mir 3 Federn.

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Nadine | 26 | Buchverliebt | Studentin | Tierliebhaberin | Liebt das Singen und Schreiben | Träumt von Belle's Bibliothek

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